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Frauen - Politik - Medien

Die Jahresstudie 2018

Seit mittlerweile sechs Jahren untersucht MediaAffairs regelmäßig die mediale Sichtbarkeit und Präsenz von Frauen sowie den Stellenwert der Frauen(-politik) in der aktuellen politischen Debatte. In „Frauen – Politik – Medien 2018“ legt Studienleiterin und MediaAffairs-Geschäftsführerin Maria Pernegger dieses Mal einen besonderen Schwerpunkt auf Frauen in der Wirtschaft – insbesondere als Unternehmerinnen und in Managementfunktionen. Unterstützung für die aktuelle Studie kommt von RHI Magnesita, Arbeiterkammer (AK) und Industriellenvereinigung (IV), die mit dem Projekt vor allem zur Bewusstseinsbildung beitragen wollen, um die Zahl der Frauen in Führungsfunktionen zu erhöhen und ihre Chancen weiter zu verbessern.

Die MediaAffairs-Studie „Frauen – Politik – Medien“ bestätigt zum wiederholten Mal, dass Frauen medial in fast allen Bereichen – vom Sport, über Politik bis hin zur Justiz – im Vergleich zu Männern stark unterrepräsentiert sind. Einem Drittel Frauen stehen in den österreichischen Massenmedien zwei Drittel Männer gegenüber. Das ist zum Teil den realen Gegebenheiten geschuldet, da Frauen auch im Jahr 2019 in vielen Fachbereichen selten an der Spitze anzutreffen sind. Es liege der Ball laut Maria Pernegger aber auch bei den Medien, die Frauen häufig klischeebehaftet inszenieren und stark auf einige wenige männlich Big-Player fokussieren würden.

 

„Nur, wenn Frauen auch öffentlich sichtbarer werden, können sie gleich wirksam Politik, Wirtschaft und Gesellschaft gestalten. Gerade in der Wirtschaft klaffen der Wunsch nach mehr Diversität und die Realität weit auseinander“.

AK-Präsidentin Renate Anderl weist darauf hin, dass frauenpolitische Themen medial nicht nur rund um den Frauentag relevant sein dürfen:

„Während der übrigen 364 Tage erhalten Themen wie die Lohngerechtigkeit, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, die Gleichberechtigung der Frauen nur wenig Aufmerksamkeit“

 

Sie fordert mehr Investitionen in die Kinderbetreuung und in Ganztagsschulen, sowie einen Rechtsanspruch auf den Papamonat.

IV-Präsident Georg Kapsch sieht Aufholbedarf in der Art der medialen Präsenz von Frauen - Rollenklischees müssten aufgebrochen und Ungleichgewichte in der Sichtbarkeit von Frauen und Männern behoben werden.

. „Wir können es uns als Wirtschaftsstandort nicht leisten, auf weibliches Potenzial zu verzichten. Mehr Frauen in Führungsetagen sind daher nicht nur aus gesellschaftspolitischen, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen wesentlich.“

 

Simone Oremovic, Executive Vice President RHI Magnesita, sieht nicht nur die Medien, sondern vor allem auch die Unternehmen in der Pflicht:

„Wir als Arbeitgeber müssen darauf achten, dass wir Frauen fördern, indem wir ihnen ein Arbeitsumfeld bieten, in dem sie sich wohlfühlen, gut verdienen und Aufstiegsmöglichkeiten sehen.“

 

 

 
Download-Links:

Die Studie von MediaAffairs finden Sie hier

Key Findings und Grafiken aus der Studie finden Sie hier

Die Presseaussendung zur Studie finden Sie hier

Honorarfreie Fotos zur Pressekonferenz finden Sie hier

 

Fotocredit Titelbild: Linda Bestwick

Rückfragen:
Mag.a Maria Pernegger
m.pernegger@mediaaffairs.at

07.06.2019