Schriftgröße:       Kontrast:       Darstellung:

Inklusion in MEDIEN für Inklusion

Von der 3. Inklusionstagung in Graz

Die Pädagogische Hochschule Steiermark rückt in der 3. Inklusionstagung die wichtige Rolle der Medien für gelingende Inklusion in den Fokus. Maria Pernegger präsentiert in ihrer einstündigen Keynote die wichtigsten Ergebnisse der Medienstudie über Sichtbarkeit und Präsenzen von Menschen mit Behinderung in österreichischen Massenmedien.

„Ein Paradigmenwechsel in der medialen Berichterstattung ist im Hinblick auf soziale Barrieren in der Gesellschaft ein zentraler Punkt. Die UN-Behindertenrechtskonvention fordert daher in aller Deutlichkeit eine Abkehr von gängigen Rollenklischees und einseitiger, diskriminierender sowie realitätsverzerrender Inszenierung und Darstellung von Menschen mit Behinderungen in Medien. Dass hier Idealvorstellung und Realität noch weit auseinanderklaffen, zeigt die vorliegende Studie. Menschen mit Behinderung sind in den Massenmedien eine Randerscheinung, vor allem dann, wenn sie nicht jene Kriterien erfüllen, die gemeinhin als medial „gut vermarktbar“ gelten. Es dominieren in den Medien Beiträge über prominente Persönlichkeiten oder SportlerInnen, die mit Leistung beeindrucken. Darüber hinaus bedienen sich Medien häufig jener Rollenbilder, die über Emotionen wie Bewunderung oder Mitleid wirken. „Gut gemeint“ ist dabei auch in der medialen Debatte manchmal das Gegenteil von gut im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention – ein Problem, welches vor allem in der medialen Inszenierung von Wohltätigkeitsaktionen für Menschen mit Behinderung offensichtlich wird. Die realitätsnahe und „gewöhnliche“ Darstellung von Menschen mit Behinderungen rückt allzu häufig in den Hintergrund, auch wenn es medienübergreifend immer wieder vereinzelte Beispiele gibt, die zeigen, dass eine positive und respektvolle Berichterstattung möglich ist.“ Studienautorin Maria Pernegger

Es folgt eine teils sehr kontroversiell verlaufende Podiumsdiskussion mit Alexander Ceh, PR-Berater; Ernst Sittinger, Journalist Kleinen Zeitung; Franz- Josef Huainigg, Ex-VP-Abgeordneter und ORF-Berater; Gabi Zemann, Selbstvertreterin; Ursula Vennemann, Lebenshilfe und Maria Pernegger, GF MediaAffairs. Die Moderation übernimmt ORF-Moderatorin Renata Schmidtkunz.

Die Kleine Zeitung berichtet über die Veranstaltung: Zum PDF
Die PH Steiermark berichtet über die Veranstaltung: Zur Website
Zur Studie "Menschen mit Behinderung in österreichischen Massenmedien"
 

Titelbild:
Fotolia

Fotos:
W. Zangl

Rückfragen:
Mag.a Maria Pernegger
m.pernegger@mediaaffairs.at

25.02.2019